Australische Soldaten hissten in Afghanistan die Hakenkreuzfahne

Regierung bestätigt Echtheit des Fotos mit der Flagge des Dritten Reichs über dem Armeejeep

Australische Soldaten

Australische Soldaten in Tirin Kot, der Hauptstadt der Provinz Uruzgan im Februar 2007

SHAH MARAI/AFP/Getty Images

Australische Verteidigungsbeamte haben ein durchgesickertes Foto eines Armeefahrzeugs mit Nazi-Flagge verurteilt.



Das Bild, das 2007 in Afghanistan aufgenommen wurde, zeigt einen Jeep der australischen Armee, der ein großes rot-weißes Banner mit einem schwarzen Hakenkreuz in der Mitte fliegt, einer Flagge, die für das Dritte Reich und die Gräueltaten der Nazis steht.

Der australische Sender ABC veröffentlichte heute das zuvor unbekannte Foto zusammen mit einer Expertenanalyse, die behauptete, dass es nicht digital verändert wurde.

Das australische Verteidigungsministerium bestätigte die Echtheit des Fotos, das im Land und darüber hinaus auf Empörung gestoßen ist.

Die Flagge wurde 2007 kurzzeitig über einem Fahrzeug der australischen Armee in Afghanistan gehisst, sagte ein Sprecher und fügte hinzu, dass der kommandierende Offizier vor Ort sofort Maßnahmen ergriffen habe, um die Offensivflagge zu entfernen.

Das betroffene Personal wurde damals sofort verwarnt und anschließend weiter beraten.

Darüber hinaus wurden Schritte unternommen, um die Aus- und Weiterbildung aller Mitarbeiter, die Zeugen der Flagge waren, zu verstärken.

In einer Erklärung sagte Verteidigungsministerin Marise Payne, dass die Aktionen der beteiligten Soldaten völlig im Widerspruch zu den Werten der Australian Defence Force (ADF) und den Zehntausenden von ADF-Mitarbeitern stehen, die in Afghanistan mit Auszeichnung gedient haben.

Eine mit dem Vorfall vertraute Quelle sagte dem ABC, es sei eher ein „verdrehter Witz als ein Zeichen der Unterstützung für den Faschismus“ gewesen.

Der Skandal kommt daher, dass das Verhalten der australischen Streitkräfte während ihrer Zeit als Mitglied der von den USA geführten Koalition im Kampf gegen die Taliban in Afghanistan einer intensiven öffentlichen und offiziellen Prüfung unterzogen wird.

Ihr Verhalten zwischen 2005 und 2016, einschließlich des Vorwurfs, bei Einsätzen illegale Gewalt angewendet und Menschenleben missachtet zu haben, wird von Verteidigungsbehörden untersucht. Reuters .

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